Dreifachqualifizierung am Übergang von der Schule in den Beruf - Strukturen, Prozesse und Effekte des Hamburger Schulversuchs EARA
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Abstract
Konzepte der Doppel- bzw. Mehrfachqualifizierung am Übergang von der Schule in den Beruf werden seit den 1970er Jahren in nahezu allen Bundesländern modellhaft erprobt und installiert. Sie ermöglichen es, Bildungszeiten zu verkürzen und bieten zudem attraktive Aufstiegsmöglichkeiten sowie Anknüpfungspunkte zur akademischen Weiterbildung. Das berufliche Bildungssystem in Hamburg wird, dieser Leitidee folgend, derzeit reformiert, indem Mehrfachqualifizierung eingeführt und eine höhere Durchlässigkeit angestrebt wird. Im Fokus des Beitrages steht ein im Rahmen eines Hamburger Schulversuches erprobter neu gestalteter Bildungsgang, der den Abschluss der Berufsfachschule mit der Erlangung der Fachhochschulreife und einem dualen Kammerabschluss verbindet. Im Beitrag werden evidente Problembereiche hinsichtlich Strukturen, Prozesse und Effekte des Bildungsganges ausgelotet. Es wird zwei Fragen nachgegangen: Zum einen wird gefragt, wie die Einbindung der betrieblichen Ausbildungsanteile in einer solchen konsekutiven Ausbildungsform gelingen kann und von welchen Bedingungen eine inhaltliche und curriculare Verknüpfung abhängt. Zum anderen wird gefragt, für welche Jugendliche ein solcher dreifachqualifizierender Ausbildungsgang eine Option darstellt und wie die Jugendlichen in den betrieblichen Ausbildungsabschnitt und den Arbeitsmarkt vermittelt wurden. Im Ergebnis werden kritische Erfolgsfaktoren für neue Ausbildungsformen der Dreifachqualifizierung herausgearbeitet und daraus Forschungsdesiderate abgeleitet. (BIBB-Doku)