Bildungsreform in Deutschland : Geschichte und gesellschaftlicher Widerspruch
item.page.bibb.id
117530
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Suhrkamp
item.page.bibb.publisherplace
Frankfurt
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Die von "unmittelbarer Erfahrung in der Bildungspolitik" angeregte Untersuchung zeichnet die geschichtliche Entwicklung des Bildungssystems in Deutschland von der Lateinschule bis zum Ende der 1980er Jahre nach. "Das in langer Geschichte entstandene kulturelle System einer Nation verfügt über beträchtlichen Eigensinn. Seiner Eigenart wegen widerstrebt das Bildungswesen ganz anders als die wirtschaftliche und politische Organisation einer Gesellschaft der internationalen Angleichung unter dem Druck kapitalistischer Industrialisierung. Für die konkrete Gestalt des jeweiligen Bildungssystems ist der nationale Entwicklungspfad aufschlussreicher als die generelle Tendenz der Verschulung aller Heranwachsenden. Warum regieren in einem Land Kulturförderalisten, im anderen eine Zentralverwaltung, im dritten lokale Kräfte das Bildungswesen? Warum spielen private Bildungsanstalten eine so verschiedene Rolle? Warum gab und gibt es ein preussisches Gymnasium, eine deutsche Universität? Warum noch heute eine einzigartige Form mitteleuropäischer Berufsausbildung? Um die Besonderheiten und Beharrlichkeiten des jeweiligen Bildungssystems zu verstehen, muss das komplexe Zusammenwirken der sozialen Kräfte weit zurückverfolgt werden. Nur dann ist Aufschluss zu erhalten über die Determinanten des Bildungssystems in seiner heutigen Form, lassen sich Grenzen und Möglichkeiten zukünftiger Veränderungen abschätzen." (IAB2)