Wie Schule und Familie die Berufswahl beeinflussen
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Abstract
Wie problemlos die Berufswahl von Jugendlichen verläuft, hängt nur zu einem Teil von den Kompetenzen der Jugendlichen ab. Wichtig sind auch Art und Ausmass der Unterstützung durch die Eltern. Dies zeigt eine neue Studie des Jacobs Center, Universität Zürich. Hierfür wurden im Kanton Bern über 1000 Jugendliche des 6. und 8. Schuljahres und ihre Eltern sowie Lehrpersonen befragt. Zudem wurden Leistungstests in Deutsch und Mathematik durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass zwar der erfolgreiche Übergang in die Berufsbildung in erster Linie von aktiven Jugendlichen, deren Einstellungen, Interessen und Leistungen abhängt, dass aber auch die Signalwirkung von Schultyp und Noten sowie die familiäre Unterstützung den Verlauf und den Erfolg des Berufswahlprozesses wesentlich beeinflussen. In Anbetracht dessen, dass nur rund 50% der Jugendlichen den Beruf erlernen, den sie rückblickend als Wunschberuf bezeichnen, erhält die Fähigkeit der Jugendlichen, eine positive Einstellung zur erhaltenen Lehrstelle aufzubauen, ein hohes Gewicht. In diesem Anpassungsprozess spielen die Eltern offenbar wiederum eine zentrale Rolle. Von Bedeutung sind auch Lehrkräfte, die gemeinsam mit den Eltern schon in der Primarschule, den Verlauf des Berufswahlprozesses bestimmen. (BIBB-Doku)