Ökonomische Bildung im internationalen Vergleich
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Abstract
Vor dem Hintergrund der wachsenden Internationalisierung und Globalisierung der Wirtschaft gewinnt ökonomische Bildung zunehmend an Gewicht; sie muss als eine Grundlagenkompetenz verstanden werden. Der Forderung nach wirtschaftskundlichen Grundkenntnissen stehen jedoch vielfach Klagen über Wissensdefizite bei Schulabgängern gegenüber. Empirisch gewonnenes diesbezügliches Datenmaterial liegt bislang nicht vor. Mit diesem Beitrag werden Informationen über den allgemeinen Stand wirtschaftskundlichen Wissens bei Jugendlichen zur Verfügung gestellt, wobei auf empirische Befunde zurückgegriffen wird. Um die in den acht Ländern erhobenen Daten vergleichend analysieren zu können, wurde ein identisches Messinstrument gewählt. Die Erhebung erfolgte anhand des "Test of Economic Literacy (TEL)" bzw. mit dessen deutscher Adaption "Wirtschaftskundliche Bildung-Test (WBT)". Der vorangestellten Skizzierung der jeweiligen Bildungssysteme mit den zu berücksichtigenden nationalen Erhebungsbesonderheiten folgen die empirischen Befunde, die in acht Schaubildern dargestellt werden. Die Verfasser bezeichnen das Ergebnis ihrer Untersuchung als ernüchternd, weil weniger als die Hälfte der Aufgaben von den Jugendlichen korrekt beantwortet wurde. Besonders hoch ist das Wissensdefizit beim Thema "internationale Beziehungen". Gravierende Mängel wurden auch auf der qualitativen Ebene dieses Wissens sichtbar, so dass von einem "ökonomischen Analphabetismus" weiter Schülerkreise gesprochen werden kann. Angesichts der globalen Herausforderungen ist es dringend notwendig, ökonomische Inhalte in den Lehrzielkatalog der Schulen auf nationaler Ebene aufzunehmen bzw. stärker zu gewichten. (BIBB2)