Zeitstrukturen von Beruf und Pädagogik : Beitrag zu einer kritischen Berufsbildungsforschung
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172532
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Abstract
"Gegenstand des Beitrags ist das für die Berufs- und Wirtschaftspädagogik konstitutive Verhältnis von Bildung und Beruf. Deren Zusammenhalt ist in der gegenwärtigen Forschungslandschaft keineswegs unumstritten (Kap. 1). Im Beitrag wird die These aufgestellt, dass die gegenwärtige Prekarität des Verhältnisses von Beruf und Bildung sich als Ausdruck einer diskursiven Ordnung von Weitlichkeit begreifen lässt, der sich die Disziplin einerseits nicht entziehen, andererseits jedoch in der Berufsbildungstheorie zu distanzieren vermag. Was aber zeichnet Berufsbildungstheorie dann aus und was könnte sie beanspruchen, wenn sie Distanzierung in diesem Sinne als ihre Aufgabe anerkennt? Als ein Beispiel für berufsbildungstheoretische Distanzierung wird (in Kap. 2) das Verhältnis von Beruf und Bildung historisch aus einer zeitstrukturellen Sicht rekonstruiert. Es wird gezeigt, dass die verschiedenen Konzepte von Pädagogik und Beruf bis in die Gegenwart hinein denselben Zeitmustern und den darin vermittelten Subjektivierungsansprüchen gefolgt sind. Der fortlaufende Aufarbeitung und Aufklärung dieser Prozesse im Sinne des Querdenkens ist, so die abschließende These (in Kap. 3), Aufgabe einer kritischen Berufsbildungsforschung." (Autorenreferat, BIBB-Doku)