Der japanische Weg ins Arbeitsleben

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Im Rahmen eines DAAD-Projektes zum Thema 'Das Hörgeschädigtenwesen in Deutschland und in Japan - eine Studie zur vergleichenden Hörgeschädigtenpädagogik im internationalen Kontext' konnte im Herbst 2006 der Einstieg hörgeschädigter Schulabsolventen in das Arbeitsleben untersucht werden. Im Beitrag wird zunächst die berufliche Bildung Hörgeschädigter in Deutschland knapp umrissen, um dann japanische Varianten des Einstiegs in das Arbeitsleben aufzuzeigen. Dies erfolgt beispielhaft an vier Schulen bzw. Rehabilitationseinrichtungen im Großraum Tokio. Schon in den Schulen wird auf die spätere Berufstätigkeit spezialisiert. Es werden individuelle Hilfestellungen gegeben und ein Career Guidance aufgestellt mit einem konkreten Ablaufplan, in dem gezielte Maßnahmen festgelegt werden. Die Hörgeschädigten erhalten Anleitungen zur realistischen Selbsteinschätzung, um eigene Stärken zu realisieren und zu stärken. Insbesondere wird soziale Kompetenz gefördert. Nach dem Bestehen der staatlichen Examina am Ende der Advanced Courses kommen nahezu neunzig bis hundert Prozent der Absolventen auf dem ersten Arbeitsmarkt unter. Nach der erfolgreichen Vermittlung in ein Arbeitsverhältnis beginnt die weitere Ausbildung in der Firma, das "training on the job", wo der hörgeschädigte Arbeitnehmer weitgehend auf sich selbst gestellt ist. Die hörgeschädigtenspezifische Betreuung und der pädagogische Schonraum entfallen. Häufige Jobwechsel, schlechte Aufstiegschancen, Kommunikationsprobleme und Missverständnisse prägen die Situation vieler Hörgeschädigter in der Arbeitswelt. (BIBB-Doku)

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