Hohe Abbrecherquoten, geringe Vergütung, schlechte Prüfungsergebnisse - Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif : DGB-Expertise zu den Schwierigkeiten der Betriebe bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen

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Zum Abschluss des Berufsbildungsjahres 2011 waren wesentlich mehr Ausbildungsstellenbewerber (insgesamt 76.700) auf Lehrstellensuche als Lehrstellen (29.689) noch zu besetzen waren. Demnach hätte rein rechnerisch jede der noch offenen Stellen mehr als zweimal besetzt werden können. Gleichzeitig ist die Zahl der Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können, in 2011 im Vergleich zum Vorjahr signifikant (um 51,4 Prozent) gestiegen. Während viele Jugendliche noch einen Ausbildungsplatz suchen, haben viele Betriebe zunehmend Probleme, interessierte junge Menschen zu finden. Am größten sind die Rekrutierungsprobleme in der Gastronomie, im Lebensmittel- oder Fleischerhandwerk. Für zusätzliche Probleme sorgen in diesem Bereich vorzeitige Auflösungen von Ausbildungsverträgen, die Ausbildungsvergütung, eine hohe Misserfolgsquote bei den Abschlussprüfungen sowie die Ausbildungsqualität aus Sicht der Auszubildenden. Die untersuchten Messgrößen weisen insgesamt auf erhebliche Defizite bei der Qualität und Attraktivität der Ausbildungsberufe mit einer hohen Zahl an unbesetzten Plätzen hin. In nahezu allen Punkten gibt es bei diesen Ausbildungsberufen erhebliche Mängel, die Fragen nach der Ausbildungsreife der Betriebe in diesen Branchen aufwerfen. (BIBB-Doku)

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