Und an wen denken Sie nicht, wenn Sie an Inklusion denken? : eine Beschreibungsmatrix zum Mitdenken/ Nicht-Mitdenken sozialer Adressen in Bildung
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Abstract
"Die Frage um schulische Inklusion ist seit einigen Jahren Teil der wissenschaftlich-sonderpädagogischen und bildungspolitischen Debatte. Insbesondere bildungspolitisch scheint ihre Losung einfach zu sein: Man solle nur "alle" Sonderschulen abschaffen und die seither dort unterrichteten Schüler*innen in das allgemeinbildende Schulsystem inkludieren, ergo "alle" (Sauter 2013, o. S.) gemeinsam unterrichten. Die statistische Inklusionsquote (vgl. Klemm 2015, 28 ff.) verhärtet jenen Ansatz von Inklusion in Bildung, wonach Inklusion vs. Exklusion bereits durch die administrative Zugehörigkeit zu ausgewählten Bildungsinstitutionen der Lernenden festgestellt werden könnte. Aus einer sonderpädagogischen Perspektive kann jedoch die resultierende simplifizierende Dichotomie von "drinnen" und "draußen" entlang jener administrativen Feststellung nicht zufriedenstellen und es bedarf eines strukturellen Gegenentwurfs: Über eine systemtheoretisehe Analyse sozialer Adressierbarkeit wird eine Matrix (de)konstruiert, nach welcher befragt werden kann, welche Schüler*innen auf der Organisationsebene des - auch beruflichen - Bildungssystems mitgedacht werden können, und welche nicht. Auf jener Organisationsebene wird sich eine gesellschaftliche Vollinklusion als unwahrscheinlich herausstellen." (Textauszug ; BIBB-Doku)