Soziale Dienste im Spiegel des Umbruchs zur Dienstleistungsgesellschaft
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Abstract
Den Prognosen über Beschäftigungspotentiale der Dienstleistungsgesellschaft steht nicht selten die Einschätzung gegenüber, soziale Dienstleistungen stellten eine Behinderung des ökonomischen Wachstums dar. Diese Sichtweise übersieht nicht nur die Beschäftigungsdynamik dieses Teilarbeitsmarktes, sondern ebenso die Funktionen sozialer Dienste für Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts des vorherrschenden Dogmas, den Sozialstaat als negativen Standortfaktor anzusehen, wird in dem Beitrag dargestellt, welche Bedeutung die Beschäftigungsentwicklung im sozialen Sektor für die Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft hat. Am Beispiel des Deutschen Caritasverbandes wird die Beschäftigungsentwicklung differenziert nach einzelnen sozialen Dienstleistungsfeldern dargestellt. Im weiteren werden jene Leistungen hervorgehoben, die den Umbau der Arbeitsgesellschaft flankieren und unterstützen und negative Folgen marktlicher Strukturierung gesellschaftsverträglich gestalten. Die Schlussfolgerungen sind als Beitrag zu verstehen, der Logik des Marktes die Logik gesellschaftlicher und politischer Gestaltung entgegenzusetzen. (BIBB2)