Muss ein Mensch denn alles können? Schlüsselqualifikationen. Eine Bestandsaufnahme von (berufspädagogischer) Theorie und (betrieblicher) Praxis mit Perspektiven für die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher in neugeordneten Metallberufen

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106491
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Bundesinstitut für Berufsbildung

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Berlin; Bonn

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Abstract

Die neugeordneten Ausbildungsberufe setzen die Standards der Zukunft in diesen Berufsbereichen. Wer die geforderten Qualifikationen nicht nachweisen kann, wird es schwer haben, halbwegs erfolgreiche Aussichten auf eine zufriedenstellende und zukunftssichere Erwerbstätigkeit in den entsprechenden Tätigkeitsfeldern zu haben. Von dieser Chance dürfen benachteiligte Jugendliche - eine zahlenmässig umfangreiche Personengruppe von immerhin rund 10 Prozent eines Entlassungsjahrgangs - nicht ausgeschlossen werden. Die neuen Qualifizierungsanforderungen erweisen sich weniger als ein Problem besonderer Personengruppen, sondern vielmehr als eine Herausforderung an die Entwicklung neuer Qualifizierungskonzepte, einschliesslich veränderter Organisationsstrukturen von Ausbildung und neuer Qualifizierungsangebote für Ausbilder. Dieser Aufgabe ist der vorliegende Bericht gewidmet, indem der Versuch gemacht wird, Umrisse und Entwicklungsrichtungen eines Konzepts zur Förderung von Schlüsselqualifikationen in der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher aufzuzeigen. Der Bericht fasst die ersten Resultate der wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs "BENNO-Ausbildung benachteiligter Jugendlicher in neugeordneten Metallberufen und Weiterbildung für Ausbilder" zusammen. Kapitel 1 behandelt die theoretischen Implikationen der Schlüsselqualifikationsdebatte und begutachtet, wo nötig kritisch, die in ihr enthaltenen unrealistischen Idealismen. Die folgenden Abschnitte wenden sich der Praxis, vor aller der des Arbeitsalltags und seinen Konsequenzen für die Ausbildung zu. Kapitel 2 versucht eine Klärung der technologischen und arbeitsorganisatorischen Veränderungen, auf deren Grundlage sich ein neues Bild des Facharbeiters und seiner Qualifikation ergibt. Kapitel 3 skizziert die in der betriebliche Realität (die ja trotz des überbetrieblichen Schonraums der Massstab für "BENNO" sein sollte) relevanten Schlüsselqualifikationen und analysiert ihre Vermittlungsprinzipien. Der letzte Teil schliesslich stellt 11 Thesen zur Bedeutung von Schlüsselqualifikationen im Modellversuch "BENNO" auf. Dieses letzte Kapitel ist die theoretische Konsequenz aus den vorhergehenden Untersuchungen. Allein die Praxis des Modellversuchs kann zeigen, wie ein Schlüsselqualifikationskonzept in der Benachteiligtenausbildung sinnvoll gestaltet werden kann. (IAB2)

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