Inklusion ja oder nein - der Übergang bleibt
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Abstract
"Vor dem Hintergrund der wichtigsten bildungspolitischen und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen werden im Beitrag einige empirische Forschungsergebnisse der gegenwärtigen Situation des Übergangs Schule - Beruf von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf dargelegt. Diese Befunde werden im Zusammenhang mit den Anforderungen (Normen, Kompetenzen) der Wirtschaft in Bezug gesetzt und reflektiert. Mögliche Konsequenzen im Spannungsfeld zwischen Allgemeinbildung und Marktorientierung werden abschließend mit dem Schwerpunkt auf die fachlich-methodischen Kompetenzen aufgenommen und weitergeführt. Der Beitrag fokussiert die Hypothese und seine Schlussfolgerungen, dass der Übergang Schule - Beruf von jungen Erwachsenen mit sonderpädagogischem Förderbedarf trotz der schul- und berufsschulpolitischen Frage der Inklusion unverändert prekär bleibt. Schlussfolgernd aus einer systemtheoretischen Analyse sensu Luhmann wird die Situation der Zielgruppe im Geflecht der Bildungsmärkte beschrieben. Die Bedingungen und Hintergründe des Status quo führen zu der Aussage, dass der Unterricht selbst die entscheidende Größe ist, wenn die Frage der intentionalen Veränderung von einzelnen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Lernen im Zentrum steht. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass gesellschaftliche Funktionen die Schule und damit auch den Unterricht beeinflussen. Ergebnisse aus der Interaktionsforschung verweisen auf die Notwendigkeit von adressatenbezogenen und entwicklungsproximalen didaktischen Konzepten. Unabhängig von den zukünftigen Schulstrukturen ist die schulische Erziehung der Zielgruppe mit ihren pädagogisch-didaktischen Spezifika weiterzuentwickeln." (Autorenreferat, BIBB-Doku)