Berufliche Bildung für Geringqualifizierte im SGB II : Neuausrichtung der Praxis der Jobcenter?
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173398
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Abstract
"Dass Erfolg und Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt in unmittelbarem Zusammenhang mit der beruflichen Qualifikation stehen, kann als Binsenweisheit gelten. Das Risiko, arbeitslos zu werden bzw. länger zu bleiben, sinkt in nahezu allen Fällen proportional zur Niveauhöhe der beruflichen Qualifikation. Akademiker und Akademikerinnen weisen eine Arbeitslosenquote von ca. 2,5 % auf, bei den sogenannten Geringqualifizierten werden Quoten von 20 % und mehr gemessen. Zusätzliche regionale und berufsspezifische Unterschiede differenzieren, aber ändern nicht das Gesamtbild. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Forderung nach mehr beruflicher und berufsabschlussbezogener Bildung mit dem Ziel einer spürbaren und nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Geringqualifizierten in der arbeitsmarktpolitischen Debatte zunehmend an Gewicht. Dies war auch Thema einer Arbeitsgruppe der SGB II-Jahrestagung der G.I.B. im April dieses Jahres. Insbesondere die Jobcenter werden durch die Forderung vor neue Aufgaben gestellt, Für eine spürbare Erhöhung passgenauer Angebote und mehr Berufsabschlüsse von Geringqualifizierten bedarf es neben vielfältiger Anstrengungen in den Jobcentern aber auch Veränderungen der Rahmenbedingungen und Budgeterhöhungen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)