Außer Kontrolle: Bildung und Erziehung in der "postnationalen Konstellation"
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Abstract
"Lissabon und PISA markieren möglicherweise bedeutende Wendepunkte in der Geschichte des weltweiten Diskurses über Bildung und Erziehung. Die Deklarationen der EU und die Vergleichsstudien der OECD scheinen die bildungspolitische Bedeutung von Nationalstaaten zu relativieren; einflussreiche bildungspolitische Akteure in Gestalt transnationaler Organisationen betretetn die Bühne. Bildung und Erziehung wird zunehmend zu einer internationalen Angelegenheit. Die anwachsende Bedeutung dieser Organisationen in der Diskussion um schulische und außerschulische Erziehung markiert den Übergang zu einer 'postnationalen Konstellation' auch im Bildungsbereich. Die Agenda von Lissabon und die PISA-Strategie folgen der gemeinsamen Vorstellung, öffentliche Erziehung könne als wirksames Steuerungselement sozial erwünschter Entwicklungen eingesetzt werden. Die allumfassende Erziehung der ganzen Bevölkerung ist eine politische Option geworden, die regelmäßig aufgerufen wird, wenn soziale Probleme nach Lösungen suchen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)