Über Möglichkeiten, Organisation in der Wirtschaftspädagogik anders zu denken : Ein Beitrag aus der Perspektive poststrukturalistischer Organisationsforschung
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Abstract
"Der Begriff der Organisation ist in der wirtschaftspädagogischen Diskussion allgegenwärtig. So wird bei zentralen Fragestellungen - etwa der Gestaltung von Lehr-Lernsituationen in Schulen oder Betrieben - implizit eine bestimmte Sichtweise auf Organisation mittransportiert, ohne jedoch das zu Grunde liegende Organisationsverständnis zu diskutieren bzw. explizit zu machen. Der vorliegende Beitrag skizziert ausgewählte Konturen poststrukturalistischer Zugänge zur Organisationsforschung, die unter Rückgriff auf das Verfahren der Dekonstruktion nach Jacques Derrida, das jeweils ausgeschlossene Andere des Organisationsbegriffs/der Organisationssemantik - Unordnung, Irrationalität, Desorganisation - in Betracht ziehen und dadurch Ambiguitäten und Paradoxien, die gerade konstitutiv für das Verstehen von Organisationen sind, in die Organisationsanalyse miteinbeziehen. Übergeordnetes Ziel dieses Beitrags ist es, die sich durch diese Denkbewegungen öffnenden Räume im Hinblick auf ihre Implikationen für die Wirtschaftspädagogik zu befragen, um eine Öffnung der eigenen Disziplin für ein v.a. mittlerweile verstärkt auch international diskutiertes, postmodernes Organisationsverständnis voranzutreiben und aktuelle Forschungslinien von Nachbardisziplinen für wirtschaftspädagogisches Denken fruchtbar zu machen." (Autorenreferat; BIBB-Doku)