Betriebliche Modelle und Konzepte zur Weiterqualifizierung junger Fachkräfte

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Bundesinstitut für Berufsbildung

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Berlin; Bonn

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Abstract

Von Ausbildungsabsolventen heisst es, sie hätten ausgelernt. Darin kommt zum Ausdruck, dass der Abschluss einer Berufsausbildung im allgemeinen Verständnis das Ende der Lebensphasen markiert, in denen Menschen bei uns hauptsächlich als Lernende gelten. Dass das Lernen für einen und in einem Beruf zu diesem Zeitpunkt nicht abschlossen ist und - wie heute immer wieder betont wird - nicht abgeschlossen sein kann, ist ein Kernpunkt der aktuellen Diskussion um das Für und Wider unterschiedlicher Formen von Institutionalisierung auch der berufliche Weiterbildung. Die ersten Berufsjahre nach der Ausbildung sind also durch formalisierte Prozesse beruflicher Qualifizierung (in organisierter Weiterbildung) charakterisiert, noch mehr aber durch nicht formalisierte, informelle Lernprozesse im Arbeitsprozess und am Arbeitsplatz selbst. Gerade die Aneignung von beruflichem Erfahrungswissen sowie auch dessen Vermittlung durch Kollegen scheint für die Stabilisierung einer erfolgreichen Berufseinmündung und für die spätere berufliche Entwicklung immer mehr von zentraler Bedeutung. Dass berufliche Weiterbildung heute gerade auch von vielen jungen Fachkräften im Hinblick auf die Ausübung ihrer Berufstätigkeit als wichtig und notwendig erachtet wird, zeigen Ergebnisse des BIBB- Forschungsprojekts "Qualifizierung in den ersten Berufsjahren". Die als explorativer Teil des BIBB-Projekts "Qualifizierung in den ersten Berufsjahren" geplante Studie untersucht, "wie Betriebe veränderte Qualifizierungsbedürfnisse und -notwendigkeiten junger Fachkräfte wahrnehmen, inwieweit und wie konkret welche Notwendigkeiten sie zur (Weiter-)Qualifizierung dieser Gruppe sehen und wie sie die Phase erster Berufstätigkeit als Qualifizierungsphase organisieren und strukturieren". Neben der Durchsicht der Fachliteratur wurden Betriebe und Firmen zu Formen beruflicher Weiterqualifizierung junger Fachkräfte befragt und in Berlin schwerpunktmässig in Klein- und Mittelbetrieben Interviews mit Personal- und/oder Ausbildungsleitern geführt. "Die Auswertung des Materials konzentrierte sich auf die folgenden Fragenkomplexe: - Welche Aspekte gesellschaftlicher Entwicklungen werden in der allgemeinen und fachlichen Diskussion zur Begründung eines veränderten bzw. erweiterten Qualifizierungsbedarfs auch bzw. speziell junger Fachkräfte genannt? - Welche dieser Aspekte spielen für Betriebe in ihrer Einschätzung der Notwendigkeiten zur Qualifizierung junger Fachkräfte eine Rolle? - Welche Qualifizierungsstrategien - in Form von Modellen und Konzepten - sind von Betrieben entwickelt worden? - Welche konkreten Inhalte haben diese, und welchen betrieblichen Zielsetzungen dienen sie? - Sehen Betriebe für unterschiedliche Gruppen junger Fachkräfte (im eigenen Betrieb Ausgebildete/ausserhalb Ausgebildete; Deutsche/ Ausländer; Männer/Frauen) unterschiedliche Qualifizierungsnotwendigkeiten? - In welche Begründungszusammenhänge werden betriebliche Modelle und Konzepte jeweils gestellt und auf welche Gruppen junger Fachkräfte sind sie ausgerichtet?" (IAB2)

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