Zukunftschancen junger Menschen in Ausbildung und Beruf
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Stuttgart
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Abstract
Die Umgestaltung von Produktions- und Organisationsstrukturen, die Veränderungen auf den Märkten insbesondere für Industrieprodukte, aber auch die Möglichkeiten, die sich aus der Telekommunikation ergeben, setzen neue Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt. Um die veränderten Bedingungen und Strukturen in der Arbeitswelt, aber auch in der Gesellschaft zu erkennen, zu verstehen und in ihrer Entwicklung mitzugestalten, ist Bildung und Qualifikation ein zentrales Instrument. Die neue Gesellschaft und ihre Menschen brauchen nicht weniger und schlechtere, sondern mehr und bessere Bildung. Vor diesem Hintergrund fasst der Autor seine Überlegungen zur beruflichen Erstausbildung in vier Thesen zusammen: 1. Mit der Berufsausbildung ist immer seltener der Erwerb eines lange vorhandenen Bündels von Qualifikationen verbunden. Dennoch bleibt der Erwerb eines Berufes (Berufsprinzip) eine zentrale Lebenskategorie, zu der es keine Alternative gibt. 2. Die ausreichende Versorgung der Schulabgänger mit Ausbildungsplätzen in den nächsten Jahren lässt sich nur sicherstellen, wenn zusätzliche kollektive Verantwortungsstrukturen in der Wirtschaft aufgebaut werden. 3. Der Strukturwandel in der Wirtschaft erzwingt Reformen in der beruflichen Bildung, die bei den Berufsprofilen dieser Entwicklung Rechnung tragen müssen. 4. Die Probleme einzelner Gruppen von Schulabgängern beim Einstieg ins Berufsleben mit weniger, schlechterer, fragmentierter Bildung beantworten zu wollen, ist ein falscher Weg. Berufliche Bildung mit reduzierten Standards mit abgesenkter Durchführungsqualität hat keinen Abnehmermarkt. (BIBB2)