"Fachkräftemangel" und "Ausbildungsmismatch" im Kontext von Industrie 4.0
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Abstract
Der Trend zur Digitalisierung spiegelt sich auch im Feld der dualen Berufsausbildung wider. Die Digitalisierung führt zu einem starken Wandel der Qualifikationsanforderungen in gewerblich-technischen Berufen und wirkt sich auf die Anforderungs- und Qualifikationsprofile von Fachkräften aus. Als Folge ist ein Passungsproblem auf dem Ausbildungsmarkt festzustellen: Ausbildungsplätze können nicht besetzt werden. Jugendliche sind nicht ausreichend für die digitalen Informationstechniken qualifiziert. Entsprechende Zuschreibungen, dass Jugendliche und junge Erwachsene heute als 'Digital Natives' von selbst fortgeschrittene Kompetenzen im Umgang mit digitaler Informationstechnik erwerben, lassen sich empirisch nicht bestätigen. Beide Diskurse, der Fachkräftemangel und die Passungsproblematik auf dem Ausbildungsmarkt, werden im Beitrag im Kontext von Industrie 4.0 beschrieben. Die Anforderungen an beruflich qualifizierte Fachkräfte und die wachsenenden Ansprüche an lebenslanges Lernen und berufliche Bildung werden herausgestellt und gezeigt, mit welchen neuen Anforderungsprofilen Jugendliche konfrontiert werden und dies im Zuge des Diskurses um die Generation der Digital Natives reflektiert. Um den Problemen des Fachkräftemangels und der Passungsproblematik zu begegnen, plädiert die Autorin für bildungspolitische Anstrengungen, die sowohl an Jugendliche gerichtet sind, aber auch die berufliche Weiterbildung in diesem Bereich fördern und nutzen. (Hrsg., BIBB-Doku)