Die Integration der beruflichen Bildung Jugendlicher in das französische Schulsystem : der Staat im Dienste der Unternehmen
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125014
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Abstract
In Frankreich wird die berufliche Erstausbildung überwiegend in staatlichen Schulen, in den Berufsoberschulen oder den technologischen Zügen der Oberschulen vermittelt. Dieses System wird heute durch die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen zunehmend ausgehöhlt und es entwickelt sich eine neue Aufgabenverteilung zwischen Schulen und Unternehmen. Die Zunkunft dieser Ausbildungsgänge ist ungewiss; sie sind zu einem Auffangbecken für Schüler geworden, die in der allgemein bildenden Sekundarschule scheitern. Der Beitrag zeigt im ersten Teil die besonderen Mechanismen auf, die vor allem seit Ende des 19. Jahrhunderts dazu geführt haben, dass die berufliche Erstausbildung in das Schulsystem integriert wurde. Es wird erläutert, wie sich auf der Grundlage der Beziehungen zwischen Staat und Arbeitgebern das technologisch-fachliche und später das berufsbildende Schulwesen entwickelt hat, welches bis Ende der fünfziger Jahre einen sozialen Aufstiegsweg für Kinder aus der einfachen Bevölkerung bot. Der zweite Teil untersucht, welche Auswirkungen die Reformen des Bildungssystems und der wirtschaftliche Wandel seit den sechziger Jahren auf die Stellung des technologisch-fachlichen und berufbildenden Schulwesens innerhalb des Bildungssystems hatten. (BIBB2)