Ausbildung über oder unter Bedarf und die Finanzierung der Dualen Ausbildung : theoretische Erklärungen, empirische Ergebnisse und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
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Berlin
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Abstract
"Bereits der transaktionstheoretisch erweiterte Humankapitalansatz, der auf segmentierte Arbeitsmärkte angewandt wird, legt nahe, dass die verschiedenen Ausbildungsberufe ganz unterschiedliche Chancen für das spätere Erwerbsleben bieten und dafür 'Ausbildung über Bedarf' in Kombination mit den betrieblichen Kosten der Berufsausbildung einen geeigneten Indikator darstellt. Empirisch lassen sich grosse berufsspezifische Kostenunterschiede beobachten, und es lässt sich belegen, dass die Höhe der Ausbildungskosten eine wesentliche Rolle für die Arbeitsmarktchancen der Ausgebildeten (Beschäftigungsrisiken, Einkommensaussichten, Arbeitsmarktbedingungen) spielt. Daraus ergibt sich für die Wirtschaftspolitik, dass Massnahmen, wie eine allgemeine Ausbildungsumlage und/oder Deregulierung, ungeeignet sind, weil sie das Lehrstellenangebot unabhängig davon fördern, dass in bestimmten Berufen losgelöst von den späteren Beschäftigungsmöglichkeiten ausgebildet wird. Statt dessen gilt es, gezielt die Ausbildungsberufe zu fördern, bei denen externe Effekte trotz 'Ausbildung über Bedarf' zu einem Fachkräftemangel führen und die den Absolventen vergleichsweise gute Arbeitsmarktchancen bieten." Autorenreferat)