Lernvereinbarungen als Antwort auf heterogene Lerngruppen in der Berufsschule
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Abstract
Im Modellversuch SIQUA standen Lernformen zur individuellen Förderung der Lernenden im Mittelpunkt, insbesondere ging es um den Einsatz von Lernvereinbarungen. Lernvereinbarungen sind Instrumente, die selbstgesteuertes Lernen anleiten und strukturieren. Lernende und Lehrende schließen Lernvereinbarungen über den durchzuführenden Lernprozess ab; sie verabreden die zu bearbeitenden Lernschritte, bestimmen den Zeitrahmen und einigen sich über Unterstützung beim Lernprozess. Im Beitrag wird anhand eines Praxisbeispiels die Ausgestaltung von Lernvereinbarungen beschrieben. Die Erfahrungen aus dem Modellversuch zeigen, dass durch Lernvereinbarungen Schüler in heterogenen Lerngruppen gefördert werden. Besonders wirkungsvoll sind Lernvereinbarungen dann, wenn sie individuell auf die einzelnen Lernenden abgestimmt werden. Voraussetzung für die Einführung dieses Instruments ist jedoch ein Lernkulturwandel in den Schulen, der mit einem Rollenwandel der Lehrkräfte einhergeht. (BIBB-Doku)