Berufliche Bildung
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Abstract
Die Autorin stellt aus Gewerkschaftssicht Situation und Probleme dar, die die Diskussion um eine grundsätzliche Reform des dualen Systems der Berufsausbildung beherrschen. Sie geht auf den Mangel an Ausbildungsplätzen ein, auf die Kosten der Berufsausbildung, auf betriebliche Veränderungen, auf die Rolle der Berufsschule, auf die Neuordnung von Berufen und neuen Ausbildungsformen auf die Finanzierung der beruflichen Bildung. "Bisher beschränkt sich die Politik auf eine Vogel-Strauss-Taktik und hält krampfhaft an der Illusion fest, die Dinge würden aus sich heraus wieder ins Gleis kommen. Dadurch aber werden die Zukunftschancen nicht nur der Jugendlichen, sondern die der gesamten Gesellschaft verspielt. Geld und Lebenszeit von Menschen werden für überflüssige Warteschleifen verwendet, die man durchaus sinnvoll nutzen könnte. Wenn die Politik bereit sein sollte, die Wirtschaft aus der Finanzierungsverantwortung für die betriebliche Berufsausbildung zu entlassen, dann muss sie das endlich zugeben. Dann muss man über gänzlich neue Konzepte für die Sicherung eines ausreichenden Angebots an Ausbildungsplätzen reden. Solche Konzepte sind nicht zum Nulltarif zu haben, aber sie sind für unsere Gesellschaft allemal billiger als Nichtstun." (IAB 2)