Hochschulstudentinnen und -absolventinnen der ehemaligen DDR in den neuen Bundesländern
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108413
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Abstract
Der Beitrag erörtert Probleme, die sich für DDR Absolventinnen im Osten Deutschlands - also speziell für Frauen - aus den gravierenden sozialen, ökonomischen und politischen Umbrüchen ergeben. Er kommt zu folgendem Resumee: "Die DDR hatte überhaupt nur eine 40 jährige Überlebenschance, weil nach dem 2. Weltkrieg bis in die 70er und 80er Jahre viele Bürger, und hier vor allem Frauen, grosse Erwartungen mit dieser Gesellschaft verbanden und über Jahre bereit waren, mehr zu geben als zu nehmen. Sie sind besonders deprimiert, enttäuscht, frustriert usw. Der hohe Stellenwert der Berufstätigkeit im individuellen Lebensentwurf von Frauen ist durch die neuen Areitsmarktmechanismen und letztlich privatwirtschaftlichen ökonomischen Interessen entscheidend gefährdet. Einige der konkreten sozialen Voraussetzungen für die Berufstätigkeit von Frauen sind in Frage gestellt, insbesondere Krippen- und Kindergarteneinrichtungen, ihre örtliche Nähe zum Arbeitsplatz, die finanziellen Förderungen oder auch die Feriengestaltung für die Kinder. Einige gesetzliche Regelungen, die von der Mehrheit befürwortet wurden und werden, sind in Frage gestellt ( Fristenregelung, 77% der Bevölkerung ist für die Beibehaltung). Patriarchalische Strukturen, die aufgebrochen schienen, verfestigen sich mit Geschwindigkeit unter dem Druck von Arbeitslosigkeit." (IAB2)