Netzwerke in der Weiterbildung : Potenziale und Gefahren für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit
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130232
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Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, wie in der Weiterbildung die Chancengleichheit der Individuen hinsichtlich Beteiligung und Erfolg respektive die Bildungsgerechtigkeit verbessert werden kann. Empirische Untersuchungen zeigen, dass nicht nur die allgemeinbildende Schule, sondern auch die Weiterbildung tendenziell soziale Selektivität verstärkt. Eine Verringerung sozialer Selektivität in der Weiterbildung wird von der verstärkten Einführung und Erprobung neuer Lernformen erwartet, die Vorteile eines informellen, erfahrungsorientierten sowie kooperativen Lernens aufgreifen. Dieser positiven, häufig im bildungspolitischen Kontext formulierten, Erwartungshaltung folgen die Autoren nicht uneingeschränkt. Ihre These lautet, dass mit der Verbreitung neuer Lernformen, wie etwa Lern- und Kompetenzentwicklungsnetzwerke, zwar die Möglichkeit verbesserter Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bestehe, zugleich aber auch die Gefahr einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung. Zur Erreichung von mehr Chancengleichheit halten sie daher eine bewusste, umfassende pädagogische Gestaltungsstrategie für notwendig. Die Entwicklung und Begründung dieser These und entsprechende Schlussfolgerungen stehen im Zentrum der Argumentation. (BIBB2)