Die Anerkennung des kulturellen Potentials mehrsprachiger Erwachsener als Bildungsaspekt
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161547
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Karl-Franzens-Univ.
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Graz
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Abstract
"Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt sind und waren immer zentrale Bestandteile des kulturellen Potentials und Kapitals von Gesellschaften. Der Fokus in dieser Arbeit liegt vor allem auf migrationsbedingter Mehrsprachigkeit und die Anerkennung dieser als kulturelles Potential. Auf europäischer Ebene ist Mehrsprachigkeit ein sehr aktuelles Thema und es wird stets angestrebt, sprachliche Vielfalt zu fördern und zu erhalten. Die Bedeutung von Sprachen hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und aufgrund von Globalisierung und Internationalisierung war es relevant, sprachliche Repertoires auszubauen. Migration leistete einen wesentlichen Beitrag, dass sprachliche Heterogenität entstand. Politisch gesehen findet die Thematik großen Anklang, da Sprachen vor allem in integrations- und bildungspolitischen Diskursen stark diskutiert werden. In den unterschiedlichen Kontexten ist diese Mehrsprachigkeit vorhanden. Doch wird sie auch anerkannt und gefördert, kann sie eingesetzt werden und wird sie kapitalisiert? Die Anerkennung von Mehrsprachigkeit, die in unterschiedlichsten Sprachen ihren Ausdruck findet, ist das Kernstück dieser Arbeit. Es handelt sich hierbei nicht nur um Sprachen, die gesellschaftlich einen hohen symbolischen und sozialen Wert haben und somit ein hohes Ansehen und Prestige erfahren, sondern auch um weniger prestigeträchtige Sprachen, wie Migrations- und Minderheitensprachen. Die empirische Auseinandersetzung geht gezielt der Forschungsfrage nach, wie sich die Anerkennung des kulturellen Potentials mehrsprachiger Erwachsener in Österreich gestaltet, wie und ob migrationsbedingte Mehrsprachigkeit anerkannt wird, welche Faktoren diese Anerkennung beeinflussen und was erforderlich wäre, dass diese Mehrsprachigkeit als kulturelles Potential gesehen und als Ressource genutzt wird. Empirische Daten wurden mittels einer qualitativen Befragung von zehn ExpertInnen erhoben und über Kodierprozesse ausgewertet." (Autorenreferat, BIBB-Doku)