Stellenanzeigenanalysen, Inserentennachbefragungen und Betriebsbefragungen - Methoden zur Ermittlung betrieblichen Qualifikationsbedarfs auf repräsentativer Basis
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131071
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Abstract
Die im Beitrag vorgestellten Methoden zur Erfassung betrieblichen Qualifikationsbedarfs sind in erster Linie quantitativ angelegt und wurden über die Art der jeweiligen Stichprobenziehungen auf repräsentativer Basis angewandt und je nach Fragestellung unter forschungsökonomischen Gesichtspunkten ausgewählt. Die einzelnen Methoden - Stellenanzeigenanalysen, Inserentennachbefragungen und Betriebsbefragungen - werden charakterisiert und in ihren Vor- und Nachteilen erläutert und bewertet. So liefern Stellenanzeigenanalysen einen unkomplizierten und uneingeschränkten ersten Zugang, um Branchen zu identifizieren, bei denen der Anteil an geforderten neuen Qualifikationsprofilen hoch ist. Doch erst aus der Differenz zwischen dem Wunsch der Betriebe nach bestimmten Qualifikationen und der Wirklichkeit der am Arbeitsmarkt vorfindbaren Qualifikationen können Konsequenzen für die Ordnungsarbeit abgeleitet werden. Hier liefern Inserentennachbefragungen bei den Betrieben hinsichtlich der Besetzung ihrer Stellen wichtige Informationen. Zusammenfassend weist der Autor darauf hin, dass ein multimethodisches Vorgehen bei den Forschungen zum Thema "Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen" unverzichtbar sei. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen der im Berufsbildungssystem in Deutschland Agierenden implizierten verschiedene Fragestellungen, die divergierende methodische Herangehensweisen erforderlich machten. Mit dem breiten Forschungsansatz könne am ehesten den Erfordernissen der gesetzlichen Aufgaben des BIBB entsprochen werden. (BIBB-Doku)