Wie das Übergangssystem in Sozialisations- und Individualisierungsprozesse eingreift
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170908
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Abstract
Der Beitrag behandelt die Wechselwirkungen zwischen den Sozialisations- und Individuationsprozessen einerseits und den Angeboten des Übergangssystems andererseits. Was passiert mit jenen jungen Menschen, die sich in Institutionen aufhalten (müssen), in denen sie keinerlei berufliche oder persönliche Perspektiven entwickeln können? Die benachteiligten Jugendlichen gelten als Verlierer in der Gesellschaft und im Bildungssystem. Auch sie befinden sich in einem 'Moratorium', auch sie haben idealiter die Möglichkeit, über das Verweilen in Bildungsmaßnahmen sich selbst zu finden oder eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Aber funktioniert das? Gelten hier dieselben Mechanismen? Der Beitrag geht diesen Fragen nach. These des Autors ist: "Durch die Tatsache eines inzwischen überdimensionierten Übergangssystems haben sich die Vergesellschaftungsmodi (Sozialisation und Individuation) einer gewichtigen Gruppe der Nachwachsenden so verändert, dass man bei ihnen heute nicht von einem 'klassischen' Moratorium reden kann." (BIBB-Doku)