Technikdidaktischer Diskurs in Zeiten von Corona (Themenheft)
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Abstract
Das Themenheft umfasst neun Beiträge des Technikdidaktik-Symposiums 2020 am Aka-demiezentrum Raitenhaslach der TU München. „Die Beiträge weisen inhaltlich bzw. thematisch und forschungsmethodisch ein breites Spektrum auf. […] Der aktuelle Band besteht aus fünf Beiträgen, die sich eher einer beruflichen Technikdidaktik und vier Beiträgen, die sich eher einer allgemeinbildenden Technikdidaktik zuordnen lassen zusammen. Themenbereiche beruflicher Technikdidaktik liegen hierbei u.a. in der Kompetenzmodellierung und -diagnostik, der beruflich-technischen Lehrkräftebildung, aber auch der Schnittstelle der produktionsnahen (Weiter-)Qualifizierung. Im Themenbereich Kompetenzmodellierung und -diagnostik sind die Beiträge von Wyrwal und Matthes et. al zu verorten. Wyrwal beschreibt im Paper mit dem Titel „Das berufsfachliche Wissen von Schülerinnen und Schülern in der Fachschule Bautechnik“ eine längsschnittlich angelegte Untersuchung mit drei Messzeitpunkten zur Skalierung und Strukturmodellierung des berufsfachlichen Wissens zu Beginn, während und zum Ende der fachschulischen Weiterbildung von Lernenden an Fachschulen in der Bautechnik. Zentral ist dabei die Ausweisung eines empirisches Beschreibungs- und Erklärungswissen zum berufsfachlichen Wissen von Lernenden an Fachschulen sowie diesbezügliche Zusammenhänge und Einflussfaktoren. Der Beitrag von Matthes et. al ist entsprechend des Titels „Trainieren der Fehlerdiagnosekompetenz in der Ausbildung. Qualitative Studie mit Lehrenden im Bereich Metall- und Elektrotechnik“ auf den Aspekt der Fehlerdiagnosekompetenz an berufsbildenden Schulen und an überbetrieblichen Ausbildungsstätten ausgerichtet. Über die Identifikation subjektiver Erfahrungen im Hinblick auf hemmende und fördernde Faktoren werden Entwicklungen eines methodisch-didaktischen Konzepts zur Entwicklung der Fehlerdiagnosekompetenz für die Erstausbildung fokussiert. Im Beitrag von Baumhauer und Meyer mit dem Titel „Status quo Chemieindustrie: Produktionsfacharbeit zwischen Tradition und digitaler Innovation“ wird explorativ-qualitativer Ansatz im Kontext der Digitalisierung vorgestellt. Der Praxisbericht „Gestaltung einer Online-Lernplattform über die Digitalisierung in der Produktion unter Verwendung von OER-Bildungsmaterialien“ von Denkena et. al beschreibt die Konzeption, Umsetzung und Evaluation einer Online-Lernplattform im Thema Digitalisierung in der Produktion. Auf der Plattform werden sowohl für Beschäftigte auf der Fertigungsebene als auch für Einrichtungen der Erwachsenen- und Weiterbildung Lernkonzepte und Materialien u.a. in Form von virtuellen Lernumgebungen zu Verfügung gestellt. Es werden entsprechende Umsetzungserfahrungen skizziert. Körber et. al skizzieren in ihrem Praxisbeitrag „Begleitung beruflich Qualifizierter im Studium: Perspektive berufliches Lehramt“ entlang eines dualen Studienmodells Herausforderungen, Potentiale und Maßnahmen wie qualifizierte Techniker*innen sowie Meister*innen für ein Lehramtsstudium in den gewerblich-technischen Fachrichtungen zu gewinnen sind. In den Beiträgen mit allgemeinbildender Ausrichtung sind im Kontext einer technischen Literalität vielfältige Themen feststellbar. Im Paper von Goreth et. al wird ein Mixed Methods Ansatz mit observativen und introspektiven Zugängen im Thema „Diversitätskompetenz“ beschrieben. Stemmann widmet sich entsprechend des Titels „Metakognition und Selbstkonzept - Motivations-bezogene Einflussgrößen auf technisches Handeln“ dem technikbezogenen Selbstkonzept und dessen Einfluss auf das technische Problemlösen an digitalisierter Alltagstechnik. Im Fokus der Studie mit dem Titel „Entwicklung und inhaltliche Validierung eines Modells zum Gegenstandsbereich Technik“ von Haselhofer und Metzger steht die Entwicklung und Validierung eines Modells zum Gegenstandsbereich Technik. Hierzu wurden unter Berücksichtigung bestehender Modelle, Theorien und Bezugskonzepte der Allgemeinen Technikdidaktik ein Ansatz erarbeitet und einem Expertinnen und Expertenrating unterzogen. Im Praxisbericht „Methoden der Produktentwicklung und Problemlösung – Ein Ansatz zur Vernetzung technikdidaktischer Perspektiven“ von Eisenmann et. al wird über Entwicklung und Umsetzung eines Lehr-/Lernkonzeptes berichtet, welches sich an den Methoden der Produktentwicklung und Problemlösung ausrichtet. Im Rahmen der Umsetzung wurden Einschätzungen zum Konzept und den lehr-lernbezogenen Mehrwert eingeholt.“ (Hrsg.; BIBB-Doku)