Akademisierung der Berufswelt - Verberuflichung akademischer Bildung? Entwicklung in den Berufsfeldern Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung
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Abstract
Der Beitrag thematisiert anhand der Berufsfelder Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung, ob sich die berufliche Ausbildung akademisiert oder Tendenzen zu erkennen sind, die eher einer Verberuflichung akademischer Bildungsgänge erkennen lassen. Ausgehend von der demografischen Entwicklung und des Bildungsverhaltens junger Menschen werden der Einfluss auf den Fachkräftebedarf und die Fachkräftenachfrage der Unternehmen und die branchenspezifischen Entwicklungen in den Berufsfeldern betrachtet. Bei einem fortschreitenden Wachstum der Branche und einer Verschärfung der dramatischen Verschiebungen hin zu älteren Mitarbeitern können Potenziale in der Rekrutierung von Arbeitslosen und älteren Fachkräften, von Personen mit Migrationshintergrund, Zuwanderern und Frauen liegen. Zugleich kann von einer Zunahme qualitativ anspruchsvollerer Tätigkeiten ausgegangen werden, weshalb der Bedarf an Mitarbeitern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung deutlich steigen werde. Die Branche muss zukünftig ihre Ausbildungsanstrengungen verstärkt auf den Personenkreis richten, der bislang nicht in eine Ausbildung eingemündet ist. Eine Lösung des Fachkräftemangels wird dabei weniger in einer Akademisierung der Berufsbildung als vielmehr in einer verstärkten Ausbildung von Fachkräften und einer Rekrutierung bislang nicht in den Blick genommener Personenkreise gesehen. Auch wenn die Zahl der Hochschulabsolventen steigt und duale Studiengänge die klassische Zweiteilung zwischen beruflicher und akademischer Qualifizierung aufheben, bleibe die duale Berufsausbildung das systemgebende Konzept. Dies gelte insbesondere für die drei Berufsfelder. Ein verstärkter Ersatz von beruflich Qualifizierten Arbeitskräften durch Akademiker oder gar eine Akademisierung der Branche sei nicht zu erwarten. Duale Studiengänge im Bauingenieurwesen seien eine zusätzliche Ergänzung ohne andere Qualifizierungsformen zu verdrängen, so die Aussagen im Fazit des Autors. (BIBB-Doku)