Mit dem Bologna-Express in die europäische Wissensgesellschaft : vom Berufsmonopol zum globalen Kampf um Bildungsprestige
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145335
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Abstract
"Der Bologna-Prozess befindet sich in voller Fahrt, obwohl allseits über die Flurschäden geklagt wird, die er hinterlässt. Es sind jedoch nicht nur Flurschäden festzustellen. Zu beobachten ist vielmehr ein grundlegender Wandel, der mehr umfasst als von den Protagonisten und den Gegnern des Prozesses erkannt wird. Es geht um nicht weniger als die Ablösung des berufsständischen Modells der Vermittlung zwischen Bildung und Beschäftigung durch das Marktmodell. In Deutschland ist das eine Kulturrevolution". Münch befasst sich mit den Konsequenzen, die mit diesem Wandel in der Allokation von Bildung und Beschäftigung verbunden sind. Hier sieht er insbesondere die Tendenz, Fachwissen durch persönliches Profil ergänzen zu müssen, so dass letztendlich der Prestigewert eines Bildungstitels über den Sachwert dominiert. Das Hochschulstudium sieht er durch den Bachelor als Allerweltsabschluss entwertet, der nicht mehr als erste allgemein verwertbare Grundkompetenzen vermittelt. (BIBB-Doku)