Studien zum Wertewandel : kein Spass mehr am Beruf?
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Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die These zutrifft, dass - insbesondere in den westlichen Industriegesellschaften - ein nachhaltiger Wandel der Einstellung zur Arbeit stattfindet. Die Antwort fällt ambivalent aus: "Mit einem 'Doch' und 'Nein' zugleich, und zwar sehr pointiert; leidenschaftlicher Spass am Beruf, wenn der Arbeitsplatz Selbstentfaltung erfahrbar macht, und absolut kein Spass am Beruf, wenn der Arbeitsplatz Selbstentfaltung verhindert. Die Polarisierung der Arbeitsmoral zeigt, dass die Sensibilität gegenüber Motivatoren unter postmaterialistischen (im Vergleich zu materialistischen) Bedingungen entscheidend zugenommen hat. Eine Erklärung für diese ausgeprägte Abhängigkeit postmaterialistischer Wertorientierungen von Motivationspotentialen könnte sich mit der Beziehung zwischen Arbeits- und Lebenssphäre bieten. Im Zusammenhang von Arbeits- und Lebenswelt wird vielfach der Spill-over-Effekt, das heisst das Übergreifen der Arbeits(un)zufriedenheit auf die Lebens(un)zufriedenheit betont. Dagegen wurde der umgekehrte Einfluss, nämlich der der Lebens- auf die Arbeitszufriedenheit, weniger thematisiert. Gerade die Zufriedenheit des Menschen als Person scheint Voraussetzung für die Zufriedenheit des Menschen mit seiner Situation zu sein." (IAB2)