Bildung im Lebensverlauf
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Abstract
"Wieweit Startchancen und Verlaufsumstände den Bildungsweg beeinflussen, wird an einer Stichprobe von 3240 Gymnasiasten des 10. Schuljahres 1969/79 untersucht, von denen 1989 als Dreissigjährige über ihren beruflichen und privaten Werdegang bis 1984 wiederbefragt werden konnten. Als Startchancen wurden die soziale Herkunft, die Leistung und die Lebensplanung des Schülers 1969 untersucht. Die drei Variablengruppen haben auf den Abiturserfolg 1973-74, nicht mehr aber auf den Studienbeginn und den Studienerfolg Einfluss; der Einfluss der Lebensplanung ist dabei stärker als der von Herkunft und Leistung. Als Verlaufsumstände wurden Studienziel, Studienfach und die Unterbrechung des Studiums durch Jobs, Erwerbstätigkeit oder Berufsausbildung untersucht. Mit der Ambitioniertheit des Studienzieles, der Wahl stärker berufsbezogener (im Gegensatz zu personbezogenen) Fächern und der Belastungsintensität der Studienunterbrechungen sinkt der Studienerfolg; der Studienabbruch wird spiegelbildlich zum Studienerfolg beeinflusst und das Dauerstudium 10 Jahre nach Beginn ist meistens unabhängig von den drei untersuchten Verlaufsumständen." (Autorenreferat)