Arbeitskultur und berufliche Qualifikation in den Sozialwissenschaften
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Abstract
Der Autor "weist auf der empirischen Grundlage eines umfangreichen Studentensurveys (schriftlich-postalisch, 7500 Studierende, Wintersemester 1986/87 an acht bundesdeutschen Universitäten) auf Probleme der Arbeitskultur und der Qualität der Lehre hin. Wie erfahren Studenten das Studienangebot? Wie schätzen sie die Lehrqualität und den Aufwand für ein erfolgreiches Studium ein? Reicht der Praxisbezug und die Forschungsorientierung der Lehre aus? Wie beurteilen sie die Folgen daraus im Hinblick auf ihre fachlich- berufliche Qualifikation? Das Anforderungsniveau in der Soziologie wird im Vergleich mit 29 Einzelfächern (an Universitäten) als niedrig und der Studienaufbau als nicht gut eingestuft. Soziologie bildet (fast) das untere Ende, was diese beiden Dimensionen angeht. Die Studierenden finden nur selten einen Praxisbezug vor, wobei der Forschungsbezug - verglichen damit - als stärker ausgeprägt betrachtet wird. Die Zunahme an Kritikfähigkeit dominiert das Anwachsen beruflich-fachlicher Qualifizierung. Was die Arbeitskultur ganz allgemein betrifft, wird eine richtige Dosierung von vorgegebener Regelung und individuellen Interessenschwerpunkten, Arbeitsfleiss und Musse zur Reflexion, Faktenwissen, tieferem Verständnis und Kritik als am günstigsten angesehen." (Autorenreferat)