Ganz individuell? : Empirische Studien zur Individualisierung und Binnendifferenzierung in der betrieblichen Berufsausbildung
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92465
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Bertelsmann
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Bielefeld
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Abstract
Die Ergebnisse des Projektes Individualisierung und Binnendifferenzierung in der Berufsausbildung zeigen, wie heterogen die Leistungsvoraussetzungen der Auszubildenden im Betrieb sind, wie man sich in der betrieblichen Ausbildungsapraxis auf verschiedene Gruppen unter den Auszubildenden einstellt und welche besonderen Fördermassnahmen bei leistungsschwachen und leistungsstarken Jugendlichen eingesetzt werden. Als Ansätze der Binnendifferenzierung werden methodische Aspekte der betrieblichen Ausbildungspraxis, die Inhalte der Ausbildung, die Vermittlung zusätzlicher Qualifikationen, der Medieneinsatz, die soziale Differenzierung, die besondere Förderung leistungsstarker bzw. leistungsschwacher Auszubildender und die Variation der Lernzeiten untersucht. Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, dass Ansätze der Individualisierung der Ausbildung auf den genannten Interventionsebenen verschieden wirksam werden. Im didaktischen Bereich wurden keine Anhaltspunkte für eine generelle Anpassung des didaktischen Instrumentariums an die individuellen Eingangsvoraussetzungen der Jugendlichen gefunden. Vielmehr orientiert sich der Betrieb an dem Niveau der Mehrheit der Auszubildenden. Stärker als die individuellen Voraussetzungen der Jugendlichen wirken sich der Grad der Intentionalität der betrieblichen Ausbildungspraxis und die betrieblichen Rahmenbedingungen auf die Binnendifferenzierung der Ausbildung aus. (BIBB2)