Zeit für ein Update : was die Menschen in Deutschland über Digitalisierung denken
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Bonn
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Abstract
Mit dem Projekt "Für ein besseres Morgen" möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung progressive Antworten auf die großen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft formulieren. Eine zentrale Frage für uns ist dabei: Wie können wir den digitalen Wandel zum Wohle aller nutzen? Denn klar ist: Die digitale Revolution ist keine Naturgewalt, die über uns hereinbricht. Sie wird von Menschen gemacht und kann von Menschen gestaltet werden. Wie aber erleben die Menschen in Deutschland den zunehmenden Einzug digitaler Technologien in ihren Alltag? Blicken sie mit Optimismus oder Pessimismus in die digitale Zukunft? Welche Entwicklungen bereiten ihnen Sorgen? Und vor allem, wo muss aus ihrer Sicht nach oder sogar umgesteuert werden? Wo muss die Politik aktiv werden? Die Ergebnisse der vorliegenden Studie geben dafür Anhaltspunkte. Sie basieren auf Onlinebefragungen des Umfrageinstituts Civey." Im Hinblick auf die berufliche Bildung sehen die Befragten im Bereich der Weiterbildung und Qualifizierung starken Handlungsbedarf. Deren bessere Finanzierung rangiert gemeinsam mit der effektiveren Besteuerung der Digitalkonzerne auf Platz eins der politischen Prioritätenliste. Vor allem Ältere und Menschen ohne akademischen Abschluss sehen sich eher schlecht auf die neuen, digitalen Technologien vorbereitet. Das deutsche Bildungssystem schneidet mit Blick auf digitale Kompetenzvermittlung zudem auffallend schlecht ab: Fast 80 Prozent der Befragten glauben, dass SchülerInnen nicht ausreichend auf die digitale Zukunft vorbereitet werden. Demgegenüber steht die klare Bereitschaft, sich weiterzubilden, um auf digitale Innovationen in der Arbeitswelt vorbereitet zu sein. 77 Prozent sind dazu bereit, jeder Dritte ist sogar bereit, selbst dafür zu bezahlen. Demgegenüber denken nur vier von zehn der Befragten, dass die Angebote zur Weiterbildung an ihrem Arbeitsplatz ausreichen, um sich auf die Anforderungen der digitalen Technologien vorzubereiten, fast genauso viele sehen dagegen Defizite in den betrieblichen Weiterbildungsangeboten. (Textauszug; BIBB-Doku)