Die Rolle von Wissen in Kompetenzerklärungen und im Erwerb beruflicher Handlungskompetenz
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171442
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Abstract
Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um das Verständnis von Kompetenz beschäftigt sich der Beitrag mit der Bedeutung impliziter Formen des Wissens in der Modellierung von Handlungskompetenzen, wie sie gegenwärtig in der beruflichen Kompetenzforschung entwickelt und empirisch überprüft werden. Der Kompetenzbegriff wird zunächst in seinen verschiedenen Varianten erziehungswissenschaftlicher, psychologischer und berufspädagogischer Herkunft diskutiert. Darauf folgen konzeptionelle Annahmen einer tacit knowing Perspektive sowie der daraus begründeten Kritik am kognitivistischen Paradigma. Abschließend stehen die zunehmende konzeptionelle Bedeutung des impliziten Wissens in empirischen Ansätzen der Kompetenzerfassung sowie konzeptionelle und methodische Probleme zur Rolle von tacit knowledge im Erwerb praktischen Handlungswissens im Zentrum der kritischen Diskussion. Darauf aufbauend wird für eine notwendige konzeptionelle und theoretische Öffnung des Kompetenzendiskurses plädiert, um Reflexion von Grenzen der Zugänglichkeit und Zuschreibbarkeit von Wissen zu ermöglichen. (Hrsg., BIBB-Doku)