Die Entwicklung einer international vergleichbaren Klassifikation für Bildungssysteme
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Abstract
"Die Bildungsmerkmale einer Person werden standardmässig in sozialwissenschaftlichen Umfragen und von der amtlichen Statistik erfasst und als erklärende bzw. intervenierende Variable für eine Vielzahl von Phänomenen betrachtet. Die Konstruktion von nationalen Bildungsskalen wird jedoch nur selten inhaltlich diskutiert, da der Forscher oft über Primärerfahrungen verfügt und traditionelle Bildungsskalen der statistischen Ämter existieren. Es stehen somit gute Messinstrumente zur Verfügung (vgl. z.B. die ZUMA-Standarddemographie), und der Forscher kann auf nationaler Ebene oft auf eigene Erhebungen zurückgreifen und damit 'Bildung' dem Untersuchungsziel entsprechend optimal erfassen. Das Konstrukt 'Bildungssystem' wird mehr oder weniger durch das eigene System repräsentiert. Die Probleme gestalten sich jedoch schwieriger beim internationalen Vergleich. Hier sind kompatible Messinstrumente und Konzepte entscheidend für eine sinnvolle Forschungstätigkeit und daher besondere Sorgfalt bei der Erstellung einer Klassifikation angebracht. Der Beitrag beschreibt die Entwicklung einer international vergleichbaren Bildungsklassifikation im CASMIN-Projekt (Comparative Analysis of Social Mobility in Industrial Nations) der Universität Mannheim, die von Prof. Dr. Walter Müller, Wolfgang König und Paul Lüttinger (ZUMA) erfolgte." (Autorenreferat)