Ausbildung und Einsatz von Soziologen in der DDR : Stand und Perspektiven
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114862
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Abstract
"Fasst man Vor- und Nachteile der bisherigen Soziologieausbildung zusammen, so erscheint die Strukturiertheit des Studiums, die solide theoretische und methodische Ausbildung und der enge Bezug zur Forschung durch studentische Projektarbeit durchaus erhaltenswert. Verschulungstendenzen, eine Überfrachtung mit ausbildungsfremden Bestandteilen und die geringe Breite und Vielfalt im Lehrangebot stellen sich als die wesentlichen Nachteile dar. Traditionelle Einsatzfelder von Absolventen des Diplomstudiengangs "Soziologie" in der DDR waren, etwa je zu einem Drittel, wissenschaftliche Einrichtungen (soziologische Lehr- und Forschungsinstitutionen, aber auch Einrichtungen angrenzender Wissenschaftsgebiete, Betriebe und wirtschaftsleitende Institutionen sowie Einrichtungen im kommunalen Bereich. Risiken und Chancen abwägend, muss sich die Soziologie in diesem Teil Deutschlands dem Kampf ums Überleben stellen. Angleichung des Niveaus und wissenschaftliche Profilierung in Ausbildung und Forschung erfordern jedoch nicht nur Engagement der Wissenschaftler, sondern auch Entwicklungshilfen finanzieller Art sowie kollegiale Unterstützung, die in vielfältiger Form bereits erbracht wird." (Autorenreferat)