Nicht-Passung zwischen Berufswunsch und besuchtem Schulniveau an der ersten Schwelle
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132306
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage der fehlenden Passung von geäußertem Berufswunsch und besuchtem Schulniveau an der ersten Schwelle. Die Autoren unterscheiden zwischen zwei Typen von fehlender Passung: Bei einer Abweichung nach oben wird ein im Vergleich zum eigenen Schulniveau zu anspruchsvoller Wunschberuf, bei einer Abweichung nach unten ein Wunschberuf mit zu geringem intellektuellem Anspruchsniveau angestrebt. Es wird untersucht, welche Faktoren zu einem Berufswunsch führen, dessen intellektuelles Anspruchsniveau deutlich zu hoch oder zu tief ist im Vergleich zur aktuellen Schulstufe. Es wird angenommen, dass eine fehlende Passung einen reibungslosen Übergang an der ersten Schwelle erschwert. Ein zu hohes intellektuelles Anforderungsniveau des Wunschberufes erschwert die Lehrstellensuche; ein zu tiefes intellektuelles Anforderungsniveau kann aufgrund von Unterforderung zu erhöhten Lehrabbrüchen führen. Ergebnis der Studie ist, dass die Divergenz von Wunschberuf und besuchter Schulstufe entgegen der Annahmen nicht von den individuellen Ressourcen der Jugendlichen abhängig zu sein scheint. Datengrundlage bildet die Ersterhebung des Schweizerischen Kinder- und Jugendserveys COCON bei 15jährigen Jugendlichen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz. (BIBB-Doku)