Arbeitsbezogenes Lernen in der beruflich-betrieblichen Weiterbildung als Beitrag zu mehr Chancengleichheit?
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149506
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Abstract
"Arbeitsbezogenen Lernformen und dem Lernen im Prozess der Arbeit werden Potenziale zur Verminderung sozialer Ungleichheit zugeschrieben. In Arbeitsprozessen erworbenes Erfahrungswissen wird stärker als in der Vergangenheit sichtbar gemacht und auch der Entwurf des Deutschen Qualifikationsrahmens sieht die Berücksichtigung informell erworbener Kompetenzen vor. Andererseits zeigt sich, dass neue und stärker selbstgesteuerte Lernformen vorrangig von denjenigen genutzt werden können, die bereits über eine hohe Formalqualifikation verfügen. Ein höheres Gewicht arbeitsbezogenen und informellen Lernens könnte somit zu einer Manifestierung oder gar Vertiefung sozialer Ungleichheit führen. Im Beitrag werden unterschiedliche empirische Forschungsbefunde und Argumentationsstränge zu den genannten Trends herausgearbeitet. Besonders die Lernförderlichkeit der konkreten Arbeitsbedingungen gerät dabei in den Blick. Es ergibt sich insgesamt ein uneinheitliches Bild hinsichtlich des Zusammenhangs informeller Weiterbildung und sozialer Ungleichheit. Vor diesem Hintergrund werden Schlussfolgerungen gezogen, die zum einen auf die Schaffung sozialer Gerechtigkeit abzielen und zum anderen Forschungsdesiderate der Berufsbildungsforschung benennen." (Autorenreferat; BIBB-Doku)