Evaluation als Selbstläufer : eine Provokation
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Frankfurt/Main
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Abstract
Der Verfasser diskutiert die Probleme, die sich bei der Durchführung der Evaluation von Weiterbildung stellen. Er stellt die These auf, dass die Evaluation von Weiterbildungsmassnahmen - entgegen häufig geäusserter Meinungen - durchführbar ist, wenn ein Perspektivwechsel vorgenommen wird und die Dialektik der Entwicklung des Qualifizierungssystems als Ausgangspunkt gesehen wird. D.h., aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungs- und Veränderungsprozesse ergeben sich Qualifikationsanforderungen, die nicht mehr in die tradierten Berufsstrukturen passen. Die berufliche Weiterbildung müsse deshalb den Schritt von der Qualifizierung und Qualifikationsanpassung hin zur Kompetenzentwicklung machen. Die Lösung des Problems der Evaluation sieht der Verfasser in der Delegierung von Verantwortung für die Weiterbildung und damit für die Evaluierung an die Mitarbeiter/-innen. Je grösser die Selbstbestimmung der Mitarbeiter/-innen bei der Weiterbildung sei, desto verantwortlicher fühlten sie sich für das Ergebnis. Sie evaluierten damit ihre Weiterbildung selbst. (BIBB2)