In einem gänzlich anderen Licht: Unternehmertum von Migrantinnen und Migranten
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175842
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Abstract
"Das Gründungsgeschehen in Deutschland wird in wachsender Zahl durch Zuwanderer bestimmt. Im öffentlichen Diskurs wird dieser Phänomen bislang häufig mit Arbeitsmarktproblemen, Dönerbuden, Gemüseläden, Subunternehmertum, Scheinselbständigkeit in Verbindung gebracht. Chancen zum sozialen Aufstieg und wirtschaftlicher Erfolg werden in diesem Kontext kaum thematisiert. Im Beitrag wird erläutert, welche Bedeutung migrantisches Unternehmertum in Deutschland tatsächlich hat, welche ökonomischen Leistungen damit einhergehen und inwieweit die unternehmerischen Aktivitäten eher als Ausdruck von Marginalisierung und Abschottung oder aber als Zeichen der Integration zu werten sind. Betrachtet werden im Einzelnen die Entwicklung und der Umfang von Migrantenselbständigkeit, Determinanten beruflicher Selbständigkeit, betriebliche Charakteristika von Migrantenunternehmen und das gesamtwirtschaftliche Leistungspotenzial von Migrantenunternehmen. Danach weichen die unternehmerischen Aktivitäten von Migranten nach Umfang, Charakteristika und Ergebnis von denen der einheimischen Deutschen nur geringfügig ab. Gründungswillige aus Drittstaaten bedürfen jedoch einer politisch gestützten Willkommenskultur." (Textauszug, BIBB-Doku)