Neue Steuerungslogik im Bildungssystem: New Public Management und die Konsequenzen für das disziplinäre Selbstverständnis der Berufs- und Wirtschaftspädagogik

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"Seit Mitte der 1990er Jahre zeigt sich eine politisch gewollte liberalisierende, deregulierende und privatisierende (Steuerungs-)Logik in der gesellschaftlichen Reproduktion. Von dieser Entwicklung ist insbesondere die nachwachsende Generation betroffen und damit auch die berufliche Bildung als gesellschaftliche Reproduktionsinstitution. Für die betroffenen Subjekte treten immer deutlicher vielfältige Übergangsrisiken im Lebensverlauf hervor. Zur Bewältigung solcher Risiken sind sie auf die Entwicklung eines komplexen Kompetenzspektrums von Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz angewiesen, um die gesellschaftlich erzwungene Neukonfigurationen zwischen Erwerbsarbeit, öffentlicher Arbeit und privater Reproduktionsarbeit zu bewältigen und zukunftsweisend zu gestalten. Eine in diesem Sinne angelegte (über Curricula gesicherte) Entwicklung und Entfaltung des Humanvermögens ist als gleichermaßen hohe wie langfristig-anspruchsvolle Forschungsaufgabe der Bildungs- und Berufsbildungswissenschaft zu begreifen, die auf ein entsprechendes Selbstverständnis der Disziplin angewiesen ist. Denn, diese Aufgabe erfordert auf der Zielebene nichts Geringeres als die Sicherung einer realen Utopie von Zivilgesellschaft und damit zwangsläufig eine Prüfung der disziplinären Referenzrahmen hinsichtlich ihrer auch zukünftig tragfähigen Problemlösepotentiale." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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