Berufsbildung und Innovation : ein scheinbarer Widerspruch und seine Auflösung durch Forschungsbefunde aus der Schweiz
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780053
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Abstract
„In der Schweiz leistet Berufsbildung einen wesentlichen Beitrag zur Innovationsfähigkeit der Gesamtwirtschaft, der Unternehmen und auch der individuellen Arbeitnehmenden, wie neuere Forschungsergebnisse zeigen. Dagegen kam die oft angelsächsisch dominierte Forschungsliteratur lange zu der Schlussfolgerung. dass eine möglichst grosse Zahl an Akademikerinnen und Akademikern die einzig treibende Kraft für die Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft oder ihrer Unternehmen darstelle. Berufsbildung wurde dagegen entweder übersehen, oder sie wurde als zu eng und rückwärtsgewandt oder als beschränkt auf altes Wissen und auf etablierte Technologien angesehen. Deshalb, so die damit verbundene Schlussfolgerung, könne Berufsbildung für Innovationen keinen bedeutenden Beitrag liefern und es brauche mehr Akademikerinnen und Akademiker. […] Diese Analysen sind für das Berufsbildungssystem der Schweiz (oder auch Deutschlands) so nicht zutreffend, Im Gegenteil: in der Schweiz leistet Berufsbildung einen wesentlichen Beitrag zur international führenden Innovationsfähigkeit des Landes. So erklärt sich auch. wieso die Schweiz in internationalen Innovationsrankings regelmässig einen der besten Plätze einnehmen kann, obwohl Schweizerinnen und Schweizer im internationalen Vergleich einen der geringsten Anteile an universitären Abschlüssen vorweisen. Wie aber trägt die Berufsbildung in der Schweiz zur Innovationsfähigkeit bei?“ (Textauszug; BIBB-Doku)