Intercoder-Reliabilität bei der Berufscodierung nach der ISCO-88 und Validität des sozioökonomischen Status
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Abstract
"Indikatoren der sozialen Herkunft gehören seit jeher zu den Standardinstrumenten der empirischen Bildungsforschung. Die Bildung valider Rangskalen und Kategoriensysteme zur Erfassung der sozialen Herkunft setzt eine differenzierte Erfassung des Berufs und der ausgeübten beruflichen Tätigkeit der Eltern voraus. Die Codierung dieser Angaben nach standardisierten Vorgaben ist ein komplexer Prozess. Der vorliegende Beitrag untersucht die Intercoder-Reliabilität von Berufscodierungen nach der ISCO-88 sowie die aus diesen Codes generierten Werte für den sozioökonomischen Status (ISEI) anhand der Angaben einer Zufallsstichprobe von 300 Abiturienten zum Beruf der Mutter und des Vaters. Hierfür wurde zum einen eine Doppelcodierung professioneller Codierer und zum anderen eine in Eigenregie durchgeführte Doppelcodierung vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass der ISCO-Code zwischen verschiedenen Codierungen nur in etwas mehr als 50 Prozent genau übereinstimmt. Die Validität des darauf beruhenden Indexes für den sozioökonomischen Status kann dagenen als sehr gut bezeichnet werden. Die Korrelationen zwischen den ISEI-Werten, die auf der Basis der Codierungen der unterschiedlichen Codierer generiert wurden, fielen sehr hoch aus. Die Vorhersagekraft des familiären Hintergrunds variierte nicht zwischen den Codierungen der unterschiedlichen Codierer." (Autorenreferat, BIBB-Doku)