Gesundheits- und Pflegeberufe - Arbeit und Ausbildung zwischen Veränderungsdruck und Reformstau
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Abstract
Im Bereich der gesundheitsbezogenen Dienstleistungen stellen sich grundlegende Fragen für Berufskonstruktion und Ausbildungskonzepte. Welche Auswirkungen zeigen die veränderten Strukturen in der Betriebsorganisation, der ökonomischen Verfassung bzw. der Arbeitsorganisation und der Personalrekrutierung in der Gesundheitswirtschaft auf Qualifikationsanforderungen und Qualifikationsbedarf in der Branche? Entsprechen Konstruktion der Berufe, Struktur der Curricula und didaktische Fundierung des beruflichen Lernprozesses der Realität beruflicher Arbeit im Leistungssystem Gesundheit? Gibt es nachvollziehbare Zusammenhänge zwischen dem aus der demografischen Entwicklung abgeleiteten quantitativen Bedarf an Mitarbeitern und der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung des Berufsfeldes? Gibt es Anhaltspunkte für eine beginnende Verdrängung "von oben nach unten" - von hohen Qualifikationen zu Lasten niedriger oder mittlerer? Anhand der Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Berufsfeld, der Entwicklung der Schülerzahlen und Ausbildungsbereitschaft in den Gesundheits- und Pflegeberufen und der Qualifikationsentwicklung im Sektor Pflege geht der Autor diesen Fragen nach. Er verweist darauf, dass Veränderungsdruck und Reformstau der Gesundheits- und Pflegeberufe nicht allein durch eine akademische Professionalisierung zu bewältigen sind, sondern vielmehr eine Optimierung der Berufsausbildungen durch curriculare Weiterentwicklung der Lerninhalte und didaktischen Konzeptionen ebenso wie durch eine gezielte Förderung beruflicher Handlungskompetenz erfordern. (BIBB-Doku)