Chancen und Risiken des Bologna-Prozesses für die wissenschaftliche Weiterbildung
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132662
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Abstract
Durch den Bologna-Prozess werden neue Studienstrukturen und gestufte Studienabschlüsse (Bachelor, Master) eingeführt. Damit verbunden wird die Forderung nach stärkerer Berücksichtigung der Berufsbefähigung (Employability) sowie nach einer Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen, was vor allem eine Erleichterung des Zugangs zur Hochschule bedeutet. Intendiert wird außerdem ein nahtloser Übergang, eine engere Verzahnung zwischen grundständigem Ausbildungsangebot der Hochschulen (Bachelor) und wissenschaftlicher Weiterbildung. Diese wird allerdings zunehmend mit höheren Kosten verbunden sein. Als besonders wichtig wird in der ersten akademischen Ausbidung die Entwicklung der Lernfähigkeit angesehen. Der Bologna-Prozess macht eine Neupositionierung der wissenschaftlichen Weiterbildung erforderlich, die nicht erst nach dam Diplom, sondern schon nach dem Bachelor ansetzt. Wissenschaftliche Weiterbildung kann heute eine neue Bedeutung innerhalb der regulären akademischen Qualifikationslaufbahn einnehmen und zudem als 'Tor zur Hochschule' für Berufstätige fungieren. Allerdings sind mit der Anerkennung von außerhalb der Hochschule erworbenen Qualifikationen für die wissenschaftliche Weiterbildung auch Gefahren verbunden, dass der wissenschaftlich fundierte Qualifikationserwerb in seiner Bedeutung geschwächt und das Gesamtniveau eines wissenschaftlichen Abschlusses abgesenkt wird. (BIBB-Doku)