Competences et enjeux sociaux dans les pays europeens
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Abstract
"Die Tendenz, Arbeitnehmer auf die Übernahme immer weniger geregelter Tätigkeiten vorzubereiten, scheint allgemein verbreitet zu sein, die Umsetzung erfolgt jedoch auf unterschiedliche Art und Weise innerhalb der europäischen Länder. Diese Vielfalt versucht die Autorin dieses Beitrags im folgenden zu erklären. Je mehr ein Berufsbildungssystem gemeinsam von sozialen Akteuren und starken Berufsidentitäten bestimmt wird, desto legitimer ist die Aufstellung von Normen beruflicher Kompetenzen innerhalb des bestehenden Qualifikationssystems. Dies lässt sich in unterschiedlicher Ausprägung für die neokorporativistischen Länder Nordeuropas und Deutschland feststellen. Im Gegensatz dazu weist ein Land wie Grossbritannien, in dem Regelungen des Berufsbildungssystems kaum bestehen oder abgeschafft wurden, eine grössere Autonomie innerhalb der Diskussion um Kompetenzfragen auf. Letztlich spielt die Kompetenzfrage in einem Land wie Spanien, in dem das Berufsbildungssystem nur unzureichend strukturiert und ein allgemeingültiges Qualifizierungssystem erst im Entstehen begriffen ist, nur eine untergeordnete Rolle, neben der zentralen Frage nach allgemein anerkannten Richtlinien. In Frankreich verdeutlicht die Debatte über die Kompetenzen die Schwächung des französischen Bildungssystems sowie die Schwierigkeit, neue allgemeingültige Ordnungsmittel einzuführen." (Autorenreferat, IAB-Doku)