Jugend: Arbeit und Identität : Lebensperspektiven und Interessenorientierungen von Jugendlichen
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120412
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Leske und Budrich
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Opladen
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Abstract
Für die Mehrheit der Jugendlichen gilt, dass sie Arbeit und Beruf bei der Suche nach Identität einen hohen, ja teilweise einen zentralen Stellenwert zuspricht. Wenn auf der Basis mehrjähriger empirischer Forschung dem kulturkritischen Trend, dass eine ganze Generation in ihrem subjektiven Verhältnis eher ablehnend gegenüber der Arbeit sei, eine Absage erteilt wird, so bedeutet das nicht, die traditionelle Arbeitsmoral zu bestätigen und für in Ordnung zu erklären. Tatsächlich hat sich vieles zwischen der Jugend und der Arbeit verändert. Das zentrale Ergebnis dieser Studie lässt sich in einem Widerspruch erläutern: In den persönlichen Identitätsvorstellungen hat die Erwerbsarbeit für die Mehrheit der Jugendlichen einen hohen Stellenwert, gleichzeitig aber scheint sie für immer weniger Jugendliche ein Kristallisationspunkt für die Basis sozialer und politischer Identität zu sein. Die Themen der Studie handeln von jungen Arbeitern, Arbeiterinnen, Angestellten und Arbeitslosen zwischen 19 und 25 Jahren, die unter Bedingungen von gesellschaftlichem Strukturwandel und Arbeitsmarktkrise ihr Verhältnis zu Arbeit und Beruf gestalten.