Pädagogische Innovation und kooperatives Handeln. Teil 1
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Abstract
Wie ist es um die Kooperationspraxis in Kollegien berufsbildender Schulen bestellt? Dies empirisch zu untersuchen war Gegenstand eines Evaluaationsvorhabens im Modellversuchsprogramm 'Selbst gesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung (SKOLA). In Teil 1 des Beitrages wird der BLK-Modellversuch als pädagogisches Innovationsvorhaben sowie die Ausgangslage und theoretische Modellierung von Kooperation im Lehrerkollegien thematisiert. Damit von Kooperation gesprochen werden kann, müssen nach Erkenntnissen der empirischen Schulforschung drei Kernbedingungen erfüllt sein: Gemeinsame Ziele, Autononomie und Vertrauen. Generell kann davon ausgegangen werden, dass diese drei Kernbedingungen für Kooperationen zwischen Lehrenden nicht unproblematisch sind: Lehrkräfte verstehen sich mehr oder minder als Individualisten, die unabhängig von anderen ihre eigenen Ziele verfolgen; ein Bestreben nach Autonomie und das Ablehnen von Kontrolle stellen wichtige Bestandteile der Sozialisation von Lehrkräften dar. Um die unterschiedlichen Grade an Kooperation erfassen zu können, wurde eine Typisierung der Kooperationsaktivitäten vorgenommen: Austausch, arbeitsteilige Kooperation, Ko-Konstruktion. (BIBB-Doku)