Sprache und Technik : Anmerkungen zum Verhältnis der Ingenieure zur Sprache
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115162
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Abstract
"Ein Dauerthema im Fortbildungsprogramm für Ingenieure ist Rhetorik. Durch die Beherrschung der 'Technik' der Rede und der Gesprächsführung glauben - zu Recht - viele Ingenieure, sich im Beruf gegenüber Mitarbeitern, Vorgesetzten und Geschäftspartnern besser durchsetzen zu können. Rhetorik wird aber auch als ein Mittel gesehen, die Ingenieure als Berufsstand und die Technik gegenüber einer vermeintlich ignoranten und kritischen Öffentlichkeit besser darzustellen. Es zeigt sich, dass Ingenieure sowohl zu ihrer Fachsprache als auch zur Umgangssprache ein für sie typisches Verhältnis entwickelt haben, das sich vor allem aus ihrem beruflichen Selbstverständnis heraus erklärt. Die Vielfalt möglicher Technikfolgen stellt gerade die Ingenieure vor neue Herausforderungen hinsichtlich ihrer Sprachkompetenz, die über blosse Rhetorik hinausgehen muss. Damit die Grenzen der (Fach- )Sprache nicht zu den Grenzen der wahrgenommenen Welt werden, muss das Verhältnis zwischen Ingenieuren, ihrer Sprache und der Technik grundlegender betrachtet werden. In diesem Diskussionsbeitrag werden einige Aspekte dieses Verhältnisses und Möglichkeiten ihrer Verbesserung angesprochen." (Autorenreferat)